- Blackout Privat -


MEINE PRIVATEN BLACKOUTÜBERLEGUNGEN/-VORBEREITUNGEN:


BATTERIEN:
Ich habe über die Verfügbarkeit von Batterien nachgedacht. In sehr vielen Haushalten gibt es Akkulautsprecher, Akkustaubsauger, Akkuschrauber, Akkuwinkelschleifer, Akkurasenmäher oder - trimmer u.s.w., deren Akkus eigentlich meist geladen sind.
Wie kann man diese Akkus im Falle eines Blackouts nützen?

 

Geräte-/Maschinenakku als Powerbank:

Dieser Ladeadapter besteht aus einem KFZ-Zigarettenanzünderverteiler inkl. 2-fach-USB-Ladebuchse und einem selbstkonstruierten und produzierten Adapter. Ich habe dies für Bosch- und Ferrex (Hofer/Aldi)- Maschinenakkus konstruiert.

Der Akku wird aufgeschoben und versorgt die Zigarettenanzünder mit bis zu 20V (abhängig vom Akku-Typ). Die USB-Buchsen stellen wie üblich 5V zur Verfügung.
Angeschlossen werden können z.B. LED-Handlampen sowie alle Verbraucher mit Zigarettenanzünder- und USB-Stecker. Natürlich können auch Handys und Tablets geladen werden.

Bei anderen akkubetriebenen Geräten (Handstaubsauger, Bluetoothlautsprecher, ...) habe ich Buchsen eingebaut und kann so auch mit diesen Quellen z.B. mein Blackoutradio betreiben.

RADIO:

Mein Blackout-Radio (mit MP3) ist ein Upcycling-Projekt. Die Gehäuseteile (im Bild grün) sind aus alten Kunststoff-Essenstabletts aus einer Großküche (wirklich tolles Material), die Griffe stammen aus dem Eisencontainer des Reststoffzentrums und das Autoradio hatte ich noch "herumliegen". Alle schwarzen Teile habe ich selbst konstruiert und gefertigt.
Das Radio kann mit einem 12V-Steckernetzteil vom Hausnetz, über die 12V eines Zigarettensteckers oder eben wieder mit den Bosch- oder Ferrex-Maschinenakkus betrieben werden.

Mit an Board sind 2 USB-Buchsen (abschaltbar, um Strom zu sparen), eine Zigarettenanzünderdose (um z.B. wieder eine Lampe zu versorgen [siehe letztes Bild]), eine Taschenlampe, ein Multifunktionswerkzeug in Scheckkartenformat und eine Notfallsirene. Ein absolutes Notfallmultitalent! Von einem Kurbelradio halte ich persönlich nichts. Das Radio wird natürlich auch ständig in Garage und Werkstatt verwendet.

Viele Radios in Haushalten (meist Kinderradios mit CD-Player) sind ohnehin batterietauglich - oft hat man also ein Batterieradio schon zu Hause.

STROM:

Mit einem 6500W Notstromaggregat kann ich einige Stunden pro Tag meine Kühlschränke, die Kühltruhe und die Wohnraumlüftung versorgen. Die Zeit dazwischen sollten die Kühlgeräte die Temperatur halten können. Dazu gibt es in meinem Haus einen eigenen Notstromkreis, der mit der restlichen Hauselektrik nicht verbunden ist. Geplant wurde dieser schon 2007!
Weiters versorgt das Aggregat (Super 95, um im Winter leichter zu starten) die Tiefbrunnenpumpe. Ich habe vor, den Generator 2-3x pro Tag für max. je 3 Stunden laufen zu lassen. Zu diesen Zeiten können dann auch die Geräte-/Maschinenakkus wieder geladen werden.

Preisinfo: gekauft im Nov. 2021: 650 €
Preis am 16.11.2022: 1098 €


Eine kleine PV-Anlage arbeitet aktuell als Balkonkraftwerk (max. 700W bei 230V). Im Blackoutfall lädt sie einen 12V-Akku, der dann über einen Wechselrichter 230V erzeugt und z.B. die Geräte-/Maschinenakkus lädt. Zusätzlich habe ich ein Batterie-Ladegerät für AAA- und AA- Batterien angeschafft, welches ebenfalls über die 12V betrieben werden kann (hier lade ich die Akkus für die Taschenlampen). Auch mit einem KFZ-Batterie-Ladegerät kann ich den großen 12V-Akku laden, wenn das Aggregat läuft.

WASSER:

Wie schon erwähnt, versorgt mein Stromgenerator auch die Brunnenpumpe. Das Wasser verwenden wir dann als Trinkwasser und ebenso wichtig - für die WCs zur Spülung. Dazu habe ich Trinkwasserkanister und Eimer gekauft (die Eimer werden für die WC-Spülung eingesetzt, die Kanister liefern zu wenig Wasserdruck).
Läuft der Generator, so lasse ich die Badewanne volllaufen, um später die Eimer wieder befüllen zu können.
Fürs Duschen können wir im Sommer unsere Solargartendusche nützen. Im Winter kann ich mit meinem Raketenofen (oder mit dem Gaskocher) Wasser erwärmen, das wir dann für's Duschen oder Geschirrspülen verwenden können. Als Dusche dient in diesem Fall unsere Akkudusche.

Preisinfo: gekauft um 102€ inkl. Versand.


Ich bin unsicher, ob dann nicht die Ortswasserleitung ohnehin funktioniert. Ich kann in meinem Haus alles über die Ortswasserleitung oder auch alles über den Brunnen versorgen. Aktuell benützen wir das Brunnenwasser nur für die WCs und die Gartenbewässerung, der Rest kommt vom Ortswasser.

LICHT:

o) Unzählige Taschenlampen (samt Batterien) und Akku-Led-Scheinwerfer;
o) 20W-LED-Scheinwerfer liegen bereit, die dann eingesetzt werden, sobald abends der Stromgenerator läuft (über den Notstromkreis versorgt).

o) Wer sich bei sich zu Haus umsieht, merkt, dass viele LED-Schreibtischlampen (Link beispielhaft) über 12V-Steckernetzteile versorgt werden. Ich habe mir Kabel gebastelt, um auch diese an meinen Geräte-/Maschinen-Powerpacks anstecken zu können.
o) Weiters gibt es noch Petroleumlampen.

HEIZUNG im Haus:

Ich war vor meinem Hausbau in einem Freilichtmuseum und habe mir alte Bauernhöfe angesehen. Ich kann berichten, dass die Leute damals nicht blöd waren!!!!
Daraus entstanden ist z.B. folgendes: Wir haben zentral im Haus einen Kamin - dieser besteht aus einem ummauerten Kamineinsatz. Zwischen dem Einsatz und dem "Mantel" ist natürlich Luft, also ein kleiner Raum, dessen Luft sich erwärmt. Von diesem Raum gehen Rohre (3 x 80mm Durchmesser) in das Obergeschoß und enden in 3 Räumen. Öffne ich die Luftventile, dann strömt unten Luft in den Ofenzwischenraum, diese erwärmt sich, steigt stromlos in die Räume im oberen Stock auf und tritt mit >30 Grad aus.

Normalerweise beheizen wir unser Haus mit Erdwärme (Flächenkollektor) - dieses System steht in meiner aktuellen Konfiguration im Blackoutfall nicht zur Verfügung - dann heizen wir eben mit Holz. Aus früheren Tagen haben wir auch ein einsatzbereites Gasheizgerät (Link führt zu vergleichbarem Gerät).

KOCHEN:

Hier haben Grillmeister und Camper eindeutige Vorteile. Mit einem Gas-Griller im Garten und einem Gaskocher mit zwei Kochplatten, hat man viele Möglichkeiten. 3 x 11kg Gasflaschen bieten die Grundlage für unsere Versorgung. Eventuell wird der Raketenofen eingesetzt.

DIESEL:

Ich gehe davon aus, dass es während eines Blackouts nicht sehr viel Grund gibt, um mit dem Auto umherzudüsen. Für Notfälle (Fahrten zum Arzt, Krankenhaus, ...) habe ich etwas Diesel in Reserve.

TRANSPORT:

Nächste Frage: Wenn eine Versorgung benötigt wird, die ev. beim Feuerwehrhaus oder am Gemeindeamt (beide Häuser liegen nur wenige 100m von meinem Haus entfernt) geboten wird, wie kann ich dann ohne Auto z.B. Wasserkanister, Lebensmittel, .... leicht transportieren?

Ich habe mir ein Wagerl gebaut, dass ich dafür nützen kann.

Es kann als Handwagerl oder als Fahrradanhänger verwendet werden. Außerhalb eines Blackouts bringe ich damit die Leerflaschen zum Sammelpunkt in der Ortschaft.

FEUERLÖSCHER:

Achtung: Da das Telefonnetz nicht mehr funktioniert, ist auch ein Notruf an die Feuerwehr nicht mehr möglich. Bricht ein Brand aus, so ist man auf sich alleine gestellt. Daher besondere Vorsicht im Umgang mit offenem Licht (Kerzen, Petroleumlampen, ...). Die Bevorratung von Feuerlöschern ist anzuraten. Ein Tipp von mir: "Einer ist keiner".

VERBANDSKASTEN / MEDIKAMENTE:

Ohne Telefon können weder der Hausarzt (m/w) noch die Rettung gerufen werden. Vergessen wir nicht darauf, auch hier entsprechend vorzusorgen.

BARGELD:

Darauf sollte man nicht vergessen, weil Zahlungen per Bankomat- oder Kreditkarte nicht mehr möglich sind.

LINKS zu einigen von mir erworbenen Produkten (ich bekomme für die "Werbung" nichts!):

o) Dunlop Mehrfachsteckdose fürs Auto = Teil meiner Geräte-/Maschinenakku Powerbanks
o) Batterie-Ladegerät für AA  und AAA (auch per 12V)
o) KFZ-Batterie-Ladegerät

o) 12V LED-Lampen (2 oder 4 Stk)

o) LED-Schreibtischlampen (Link beispielhaft)

o) Petroleum-Lampe

o) Akkudusche

o) Gaskocher

o) Gasheizgerät (Link führt zu vergleichbarem Gerät)

o) Raketenofen

o) Haushaltseimer

o) Trinkwasserkanister